Tourexpi
Deutsche
Fachkräfte setzen auf Automatisierung und Analytik, während KI-Personalisierung
skeptischer gesehen wird. 29 % nennen steigende Kundenerwartungen als größte
Hürde.
Trotz
hoher Jobzufriedenheit stoßen viele Fachleute in der Reisebranche weiterhin auf
operative Hürden. Das zeigt eine neue internationale Befragung von RateHawk, an
der über 1.300 Expertinnen und Experten aus Europa, Nord- und Lateinamerika,
Asien und den Golfstaaten teilnahmen. Die größten Herausforderungen: intensiver
Wettbewerb, steigende Kundenerwartungen und zeitaufwendige manuelle Prozesse.
Wettbewerbsdruck
und Erwartungen
Weltweit
sieht rund ein Viertel der Befragten den harten Wettbewerb als größte
Belastung. Besonders hoch ist dieser Wert in den Golfstaaten (49 %) und in
Asien (30 %). Gleichzeitig beklagen 24 % steigende Kundenerwartungen – etwa
unrealistische Preisvorstellungen nach der Pandemie. In Deutschland ist dies
mit 29 % sogar die meistgenannte Herausforderung.
Auch
das Einkommen bleibt ein Thema: 15 % der Befragten weltweit sorgen sich um ihr
gewünschtes Niveau, während ein Drittel höhere Provisionen als wichtigste
Veränderung einfordert.
„Die
Reisebranche arbeitet traditionell mit geringen Margen. Gerade deshalb sind
flexible Provisionsmodelle entscheidend, um das Geschäft nachhaltig zu
entwickeln“, betont Astrid Kastberg, Geschäftsführerin von RateHawk.
Zeitfresser:
Suche und Administration
Fast
die Hälfte der Reisevermittler sieht die manuelle Suche nach den besten
Angeboten als größten Zeitaufwand. In den Golfstaaten liegt dieser Wert bei 52
%, in Asien bei 49 %. Auch in Europa (40 %) bleibt die Aufgabe zentral.
Buchungsänderungen (17 %) und wiederkehrende Verwaltungstätigkeiten (16 %)
folgen auf den nächsten Plätzen.
Kastberg
erklärt: „Wir verarbeiten täglich bis zu 10 Milliarden Hotelpreise. Mit
KI-gestützten Such- und Vergleichstools, automatischen Übersetzungen und
Pre-Checks erleichtern wir Vermittlern die Arbeit und schaffen mehr
Verlässlichkeit für ihre Kundschaft.“
Technologie
als Schlüssel zur Zukunft
Rund
29 % der Befragten sehen in einem besseren Zugang zu Technologie die wichtigste
Veränderung für ihre Arbeit. Besonders groß ist die Nachfrage nach neuen
Lösungen in Lateinamerika (44 %) und Asien (31 %). Zugleich geben 19 % an,
Schwierigkeiten beim Umgang mit modernen Tools zu haben.
Am
stärksten nachgefragt sind Automatisierungstools – von Online-Buchungssystemen
bis zu Mid-/Back-Office-Lösungen. In Nordamerika wünschen sich 61 % solche
Systeme, in Europa 50 %, in Asien 47 %.
Auch
mobile Buchungstools stoßen auf wachsendes Interesse: Ein Drittel der Befragten
wünscht sich Verbesserungen, in den Golfstaaten (53 %) und Asien (44 %) sogar
mehr als die Hälfte.
„Unsere
App verzeichnet 2025 doppelt so viele aktive Nutzer wie im Vorjahr. Vor allem
Berufseinsteiger fordern mobile Lösungen – ein klares Signal für die Zukunft“,
so Kastberg.
Blick
nach Deutschland
In
Deutschland sehen 35 % der Befragten Technologie als Weg zur
Produktivitätssteigerung. Besonders gefragt sind Automatisierung (57 %) und
Analytik (42 %). Nur 14 % zeigen Interesse an KI-Personalisierung – der
niedrigste Wert unter den europäischen Märkten.
Fazit
Die
Ergebnisse machen deutlich: Technologie wird in der Reisebranche nicht als
Bedrohung, sondern als Chance verstanden. Für die Fachkräfte von morgen braucht
es jedoch eine neue Mischung aus Kundenservice, Datenkompetenz und technischer
Expertise.
„Wir
stehen an einem Wendepunkt. Mit den richtigen digitalen Werkzeugen können
Reisevermittler ihre Rolle stärken und noch mehr Wert für ihre Kundschaft
schaffen“, resümiert Kastberg.
Bildnachweis:
© Ratehawk
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