Tourexpi
Charlotte Lamp Davies von A
Bright Approach adressiert die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz
im Tourismus und ließ dabei gleich drei ausgewiesene Spezialist:innen auf dem
Gebiet zu Wort kommen. Den Anfang macht Leila Summa von Play To
Change, das sich selbst als „Boutique für digitale Transformation“ bezeichnet.
Sie beleuchtet zunächst den Unterschied zwischen Einführung und Adaption. Bei
Unternehmen hapere es oft noch am konkret erfolgreichen Einsatz sowie an
wirklich messbaren Ergebnissen wie mehr Conversion oder schnelleren
Reaktionszeiten im Service-Bereich.
Künstliche
Intelligenz als Muss statt Nice-to-Have
Gefragt
nach Key Steps bei der KI-Einführung führt sie aus, dass es das eine gültige
Rezept nicht gebe. Wichtig sei aber zu verstehen, dass nicht die Technologie,
sondern die Kultur im Unternehmen meist entscheidend für das Gelingen sei. Umso
wichtiger sei es, klare Strategien zu vermitteln und neben den wirtschaftlichen
Vorteilen für das Unternehmen auch zu zeigen, was Neues dem Einzelnen bringt.
Wie
seinerzeit bei Socia Media, lasse sich ein gewisser Druck aufbauen mit Verweis
auf Mitbewerber, die bereits mit KI arbeiten. Und auch für die C-Suite brauche
es ein Narrativ, um diese wirklich abzuholen. Für sie sei KI kein Nice-To-Have,
sondern eine Auseinandersetzung damit unumgänglich. Dafür brauche es aber auch
eine Strategie, so Summa, um die Komplexität für sie verständlich zu machen,
dann ein Narrativ zu schaffen und sie dann mit Ideen zu überzeugen und ihnen zu
verdeutlichen, warum der Einsatz von KI keine Option, sondern ein Muss sei.
KI
im Tourismus
Wo
steht die Branche?
Im
Anschluss spricht Charlotte Lamp Davies mit Markus Stumpe, CEO des
Unternehmens Cruisewatch, das auf KI-Tools in der Kreuzfahrt-Branche
spezialisiert ist. Auf die Frage, wie die Reise-Industrie AI bisher adaptiere,
zeigte er sich positiv. So käme sie beim Customer Service oder
personalisierten Empfehlungen schon erfolgreich zum Einsatz. Unsere Branche sei
aber hier nicht unbedingt an erster Front. 75 Prozent der Firmen nutzten noch
keine Automatisierung oder stünden erst am Anfang.
Nach
den Benefits gefragt, zitiert Markus Stumpe eine Harvard-Studie, die zeige,
dass Mitarbeitende, die mit KI arbeiten, schon messbar bessere Ergebnisse
erzielen als andere - sei es bei der Qualität oder bei der Geschwindigkeit.
Kleineren
Unternehmen gebe er prinzipiell den Rat, vor dem Einsatz der KI herauszufinden,
was das Ziel sei und als Projekt etwas Überschaubares zu wählen. Etwas
Bestehendes zu erweitern, bringe oft mehr als komplett zu automatisieren und
führe häufig eher zum Erfolg.
Eine
weitere Frage, die sich Firmen stellen müssten, sei, ob sie Anwendungen für
ihren Zweck selbst entwickeln oder existierende kaufen sollten. Hierbei
tendiere er klar zum Kauf, um von den erworbenen Neuerungen bestmöglich zu
lernen. Ebenso wichtig sei es, seine Teams zu involvieren und sie etwa bei
Test-Phasen stets mit an Bord zu holen. Mit einem Case müsse man auch etwas
spielen dürfen.
Kleine
Schritte und schnelle Entscheidungen für erfolgreichen KI-Start
Von
Charlotte Lamp Davies nach den typischen Herausforderungen gefragt, sagt er,
Unternehmen würden vielfach die Qualität ihrer Daten überschätzen, so ohne
Weiteres ließen sich diese aber nicht für KI nutzen. Man solle also lieber
klein anfangen und nicht zu überambitioniert sein. Prinzipiell seien kleinere
Organisationen bei der Einführung von AI-Tools oft besser aufgestellt als die
großen, da ihre Hierarchien zum Beispiel schnellere Entscheidungen zulassen.
Nicht
zuletzt betont Stumpe, bloß nicht auf die perfekte KI-Lösung als Allzweckwaffe
zu hoffen. Vielfach würden die Möglichkeiten von AI überschätzt. Dabei gebe es
keine Option, noch Jahre zu warten. Starten müsse man auf jeden Fall spätestens
jetzt.
Konkretes
Anwendungsgebiet Tours & Activities
Abgerundet
wird die Gesprächsreihe mit einem Einblick in das Tours &
Activities-Segment durch Christian Watts, CEO von Magpie Travel.
Er
betont, dass dieser Bereich immer etwas verzögert bei der Adaption von
Neuerungen war, sich bei der KI aber überaus leicht aufspringen lasse ohne
großes Fachwissen oder eine Anzahl von Tech-Spezialisten.
Gefragt
nach interessanten Use Cases, führt er aus, dass Künstliche Intelligenz in
seinem Bereich bei ganz einfachen Dingen wie Produkt-Beschreibungen oder
der Optimierung von Conversion zum Einsatz komme oder bei einfachen Templates
für Bewertungen und Emails. Somit könne jeder recht schnell damit anfangen. Das
sei keine Revolution, mache die Arbeit aber spürbar effizienter. Insgesamt sei
aber jeder Markt-Player gefragt, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.
Denn: Wer neue Tools nicht nutze, riskiere von Mitbewerbern aus dem Markt
gedrängt zu werden.
Zum
Abschluss stellt Charlotte Lamp Davies eine Frage dazu, wie Google bzw.
Suchmaschinen sich jüngst durch KI-Einsatz verändern.
Die
Searches, so Christian Watts, würden sich in der Tat anders als in der
Vergangenheit präsentieren. Es sei daher für Anbieter von Touren und
Aktivitäten essentiell, so viele Infos über ihr Unternehmen auf der Website
aufzuführen wie irgendwie möglich – darunter etwa ihre genauen
Öffnungszeiten. Es würden schließlich heute nicht mehr nur Kunden, sondern auch
neue Technologien nach dem Content suchen, um von den Daten zu lernen.
Auf
die Frage nach einer möglichen finalen Botschaft, betont Watts, dass der Markt
der vielen Neuerungen im KI-Bereich überfordernd und verwirrend sein könne.
Umso wichtiger sei es, sich auf ein Tool wie Gemini oder ChatGPT zu
konzentrieren und mit dem System wie mit einem Assistenten offen über alles
Mögliche zu reden – bis hin zu Fragen über die eigene Firmenstrategie. Denn:
Eine KI würde schließlich niemals urteilen und sie kenne (im Gegensatz zu
Menschen) auch keine „dummen Fragen“.
Wer
den Podcast in voller Länge hören möchte, gelangt HIER zur
Episode.
Bildnachweis:
© AA
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