Hitzestädte-Ranking: Wo Deutschland im Sommer am kühlsten bleibt - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Hitzestädte-Ranking: Wo Deutschland im Sommer am kühlsten bleibt
Analyse von Fit Reisen zeigt deutliche Unterschiede bei Hitzebelastung und nächtlicher Abkühlung in deutschen Großstädten
Hitzestädte-Ranking: Wo Deutschland im Sommer am kühlsten bleibt

Hitzewellen gehören zunehmend zum deutschen Sommer. Nach der außergewöhnlichen Hitzewelle im Juni erlebt Deutschland bereits die zweite intensive Hitzeperiode des Jahres mit Temperaturen von bis zu 36 Grad. Doch wie stark Menschen unter der Sommerhitze leiden, hängt nicht allein von der Lufttemperatur ab. Entscheidend sind auch die gefühlte Temperatur, die nächtliche Abkühlung sowie der Anteil an Grün- und Wasserflächen. Der Gesundheits- und Wellnessreiseveranstalter Fit Reisen hat deshalb 79 deutsche Großstädte hinsichtlich ihrer Hitzebelastung untersucht.

Grundlage des Rankings sind Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes aus zehn Jahren sowie Flächen- und Strukturdaten des Statistischen Bundesamtes. Bewertet wurden unter anderem die gefühlte Temperatur, warme Nächte, die Bebauungsdichte sowie Grün- und Wasserflächen.

Küstenstädte bieten die angenehmsten Sommer

An der Spitze des Rankings steht Lübeck. Die Hansestadt profitiert von ihrer Lage zwischen Ostsee und Trave sowie einem hohen Wasseranteil, der an heißen Tagen für natürliche Kühlung sorgt. Bremen erreicht den zweiten Platz und überzeugt vor allem durch einen hohen Anteil an Grünflächen und die Weser als klimatischen Ausgleich. Kiel komplettiert das Spitzentrio. Die Lage an der Förde und die frische Seeluft sorgen dort für die niedrigsten gefühlten Temperaturen unter den Spitzenreitern.

Insgesamt zeigt die Untersuchung ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während Küstenregionen von Wind, Wasser und vergleichsweise kühlen Nächten profitieren, steigen die Temperaturen in Süddeutschland deutlich stärker an.

Stuttgart und Frankfurt besonders stark betroffen

Am anderen Ende des Rankings liegt Stuttgart. Die Kessellage der Stadt begünstigt einen Wärmestau, während der geringe Wasseranteil kaum natürliche Abkühlung ermöglicht. Vor allem in den Nächten bleibt die Wärme lange gespeichert, sodass sich der Körper nur eingeschränkt regenerieren kann.

Knapp dahinter folgt Frankfurt am Main. Die Mainmetropole weist im Durchschnitt die höchste gefühlte Temperatur aller untersuchten Städte auf. Dichte Bebauung sowie zahlreiche versiegelte Flächen verstärken den Wärmeinsel-Effekt zusätzlich. Heidelberg belegt Rang 77. Dort führen vor allem geringe Grünflächen und die Lage im Neckartal zu einer hohen Hitzebelastung.

Grünflächen und Wasser wirken als natürliche Klimaanlagen

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass Städte mit einem hohen Anteil an Parks, Gewässern und Freiflächen wesentlich besser durch Hitzeperioden kommen. Gleichzeitig schneiden dicht bebaute Großstädte überwiegend schlechter ab. Besonders Baden-Württemberg ist betroffen: Acht der neun untersuchten Städte des Bundeslandes befinden sich im hinteren Drittel des Rankings.

Für Bewohner stark aufgeheizter Städte empfiehlt Fit Reisen unter anderem, körperliche Aktivitäten in die Morgenstunden zu verlegen, ausreichend zu trinken und schattige Grünanlagen oder Gewässer zur Abkühlung aufzusuchen. Wer dem Hitzestress für einige Tage entkommen möchte, findet insbesondere an der Ostsee oder in wasser- und waldreichen Regionen angenehmere Bedingungen.

Bildnachweis: © Jenny Sturm_stock.adobe via Fit Reisen


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