Tourexpi
Der
Bundesrat hat die Abschaffung der nationalen Power-to-Liquid-Quote im
Bundes-Immissionsschutzgesetz beschlossen. Die Regelung tritt zum 1. Januar
2026 außer Kraft. Zuvor hatte bereits der Bundestag am 4. Dezember den Weg
dafür freigemacht. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)
begrüßt die Entscheidung und sieht damit einen energie- und klimapolitischen
Fehlweg beendet.
Nach
Auffassung des BDL hätte die nationale PtL-Quote den Luftverkehr in Deutschland
mit einer europarechtswidrigen Sonderbelastung konfrontiert. Deutsche Airlines
und Flughäfen wären dadurch in ihrer Wettbewerbsfähigkeit erheblich geschwächt
worden, ohne dass ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz erzielt worden wäre.
Die verpflichtende Beimischung von E-Kerosin bei Starts an deutschen Flughäfen
ab 2026 hätte angesichts fehlender Verfügbarkeit faktisch zu Strafzahlungen
geführt.
Kritik
an nationalem Alleingang
BDL-Hauptgeschäftsführer
Dr. Joachim Lang ordnet die Entscheidung ein: „Kurz vor dem Jahresende wird die
Luftverkehrswirtschaft von einer realitätsfernen, europarechtswidrigen
Sonderbelastung befreit, die deutschen Airlines und Flughäfen massive Wettbewerbsnachteile
beschert hätte – ohne jeden messbaren Klimanutzen. Die nationale PtL-Quote war
von Anfang an falsch. Da es faktisch kein verfügbares PtL gibt, hätte sie
nichts anderes bedeutet als Strafzahlungen für die Branche. Klimaeffekte: null.
Kosten: enorm.“
Die
nun aufgehobene Vorgabe sei daher folgerichtig und überfällig. Zugleich zeige
der Vorgang, wie problematisch nationale Sonderwege im Klimaschutz sein können,
insbesondere in einem international geprägten Markt wie dem Luftverkehr.
EU-Regelwerk
als wirksamer Rahmen
Mit
der ReFuelEU-Aviation-Verordnung existiert aus Sicht des BDL bereits ein
verbindlicher europäischer Rahmen für den Hochlauf nachhaltiger
Flugkraftstoffe. Die aktuelle EU-Vorgabe von zwei Prozent nachhaltigem
Flugkraftstoff, vor allem biogenes SAF, führe bereits zu höheren
Treibhausgaseinsparungen als die deutsche PtL-Quote es hätte leisten können.
Gleichzeitig
verweist der Verband auf die Marktrealität: In Europa gibt es bislang keine
Produktionsanlagen für PtL im industriellen Maßstab. Vor diesem Hintergrund
fordert der BDL eine grundlegende, wettbewerbsneutrale Anpassung der
europäischen Klimaschutzregelungen, da diese europäische Unternehmen stark
belasten, während internationale Wettbewerber weitgehend ausgenommen bleiben.
Forderung
nach marktfähigen Lösungen
„Klimaschutz
im Luftverkehr gelingt nur mit verlässlichen, marktfähigen und international
abgestimmten Instrumenten“, betont Dr. Joachim Lang. Dazu gehöre auch, dass die
Bundesregierung ausreichende finanzielle Mittel für den Hochlauf nachhaltiger
Flugkraftstoffe bereitstellt, etwa aus den Einnahmen des
EU-Emissionshandelssystems. Nur so lasse sich Klimaschutz wirksam mit
wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden.
Bildnachweis:
© AA
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