Bezahlen mit Bargeld wird schwieriger – Verbraucherzentrale fordert verbindliche Regeln - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Bezahlen mit Bargeld wird schwieriger – Verbraucherzentrale fordert verbindliche Regeln
Immer mehr Verbraucher stoßen im Alltag auf Hürden beim Barzahlen, obwohl Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel ist
Bezahlen mit Bargeld wird schwieriger – Verbraucherzentrale fordert verbindliche Regeln

Bargeld bleibt für viele Menschen unverzichtbar, doch seine Nutzung wird im Alltag zunehmend eingeschränkt. Eine aktuelle Befragung von eye square im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass 30 Prozent der Befragten in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal nicht bar bezahlen konnten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht darin ein strukturelles Problem und fordert klare, verbindliche Regeln für die Bargeldakzeptanz.

„Die Akzeptanz von Bargeld für Zahlungen im Handel, der Gastronomie und für öffentliche Verwaltungsleistungen sinkt kontinuierlich“, sagt Dorothea Mohn, Finanzmarktexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher führt das zu Konflikten sowie unnötigen Aufwand und zusätzlichen Kosten. Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder älteren Erwachsenen, droht sogar der Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe, wenn Barzahlungen nicht mehr akzeptiert werden.“

Alltägliche Situationen ohne Bargeldoption

Im Rahmen eines Verbraucheraufrufs meldeten zahlreiche Menschen konkrete Alltagssituationen, in denen Barzahlung nicht möglich war. Dazu zählen unter anderem Parkhäuser, der Ticketkauf im öffentlichen Nahverkehr oder der Einkauf in Bäckereien. Die Folgen reichen von Konflikten an der Kasse über zusätzlichen Zeitaufwand bis hin zu höheren Kosten. Auch der Verlust von Kontrolle über Ausgaben und Bedenken beim Datenschutz wurden mehrfach genannt.

„Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel ist anonym und einfach zu handhaben. Deshalb muss es im stationären Handel, in der Gastronomie, bei Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt und von der öffentlichen Verwaltung akzeptiert werden – ohne Zusatzgebühren oder Hürden“, sagt Mohn.

Forderung nach Kontrolle und Sanktionen

Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands reicht eine freiwillige Bargeldakzeptanz nicht aus. Die Einhaltung müsse kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden. Ausnahmen sollten gesetzlich klar geregelt, eng begrenzt und transparent kommuniziert sowie begründet sein, um Rechts- und Planungssicherheit für Verbraucher zu schaffen.

Bargeld als Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sinkt die Bargeldakzeptanz im Handel seit Jahren. Gleichzeitig ermöglicht Bargeld einfache und anonyme Zahlungen ohne digitale Infrastruktur und trägt damit zu einer resilienten und inklusiven Gesellschaft bei. Der Verbraucherzentrale Bundesverband bringt diese Perspektive als Mitglied im Nationalen Bargeldforum der Bundesbank in die laufende Debatte ein.

Methodischer Hintergrund

Die zugrunde liegende Onlinebefragung wurde zwischen dem 21. und 30. Oktober 2025 durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Internetnutzerinnen und -nutzer ab 16 Jahren, die statistische Fehlertoleranz liegt bei maximal ± 3 Prozentpunkten. Ergänzend wurden zwischen dem 12. März und dem 10. Juni 2025 insgesamt 1.318 Meldungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern ausgewertet, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate Probleme beim Barzahlen erlebt hatten. Die Meldungen stammen aus allen Regionen Deutschlands und wurden nach Branchen und Ortsgrößen klassifiziert.

Bildnachweis: © AA


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