Tourexpi
An
Stränden, historischen Stätten und touristischen Brennpunkten Antalyas sind
speziell eingesetzte Tourismuspolizisten unterwegs, um Urlaubern bei Problemen
zu helfen und für Sicherheit zu sorgen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die
Fremdsprachenkenntnisse der Beamten, die eine direkte Verständigung mit
internationalen Gästen ermöglichen.
Die
Tourismusabteilung der Polizeidirektion Antalya arbeitet dabei mit anderen
Polizeieinheiten, Behörden und örtlichen Akteuren zusammen. Zu den häufigsten
Anliegen von Urlaubern gehören Fragen nach Adressen und Wegen, verlorene
Gegenstände sowie abhandengekommene Pässe.
Hilfe
in der Sprache der Urlauber
Polizist
Erhan Sepet arbeitet seit rund einem Jahr bei der Tourismusabteilung und
spricht neben Türkisch auch Russisch, Kirgisisch und Englisch. Die Möglichkeit,
Probleme in der eigenen Sprache zu schildern, erleichtere nicht nur die
Verständigung, sondern häufig auch eine schnelle Lösung.
„Wenn
Touristen ihre Probleme in ihrer eigenen Sprache erklären können, fühlen sie
sich wohler und wir können ihre Probleme in kürzerer Zeit lösen“, sagt Sepet.
Wie
wichtig das sein kann, erlebte er während eines Einsatzes am Konyaaltı-Strand.
Dort bemerkte er eine aufgeregte russische Urlauberin und sprach sie auf
Russisch an. Ihr zehnjähriger Sohn war verschwunden.
Die
Polizei konnte das Kind nach kurzer Suche finden und seiner Mutter
zurückbringen. „Sie hat sich sehr bei uns bedankt. Wir konnten ein großes
Problem für sie innerhalb kurzer Zeit lösen“, berichtet Sepet.
Von
der Wegbeschreibung bis zum verlorenen Pass
Die
Arbeit der Tourismuspolizei beschränkt sich nicht auf klassische
Sicherheitsaufgaben. Die Beamten geben Besuchern auch Auskunft über
Stadtviertel, Sehenswürdigkeiten und Wege durch Antalya.
Damit
übernehmen sie an stark frequentierten Orten zugleich eine praktische
Informationsfunktion. Gerade bei Sprachproblemen können einfache Situationen
wie die Suche nach einer Adresse oder einem verlorenen Gegenstand für
ausländische Urlauber schnell schwierig werden.
Für
komplexere Fälle arbeiten die Tourismuspolizisten mit anderen Polizeieinheiten
und zuständigen Stellen zusammen.
Präsenz
auch in der historischen Altstadt
Zu
den Einsatzgebieten gehört der Yachthafen in Kaleiçi, der historischen Altstadt
Antalyas. Dort arbeitet unter anderem Polizist Serdar Kunduz. Für ihn gehört
neben der Sicherheit auch der direkte Kontakt mit internationalen Besuchern zu
den Aufgaben der Einheit.
„Wir
sorgen hier nicht nur für Sicherheit, sondern sind gleichzeitig das freundliche
Gesicht Antalyas zur Welt und Vertreter seiner Gastfreundschaft“, sagt Kunduz.
Die
Beamten unterstützen Besucher unter anderem bei der Orientierung, bei
verlorenen Gegenständen und mit allgemeinen Informationen. Ihre
Fremdsprachenkenntnisse sollen dabei helfen, Fragen möglichst unmittelbar zu
beantworten.
Zusammenarbeit
mit Händlern und anderen Behörden
Gerade
in stark besuchten Bereichen ist die Tourismuspolizei auf die Zusammenarbeit
mit weiteren Stellen angewiesen. Nach Angaben von Kunduz stehen die Beamten
deshalb unter anderem mit örtlichen Händlern, der Wasserschutzpolizei und
anderen Behörden in Kontakt.
Ziel
ist es, Probleme von Urlaubern möglichst schnell zu klären und gleichzeitig an
stark frequentierten Orten wie Kaleiçi und den Stränden für Sicherheit zu
sorgen. In einer Stadt, die jährlich Millionen internationale Gäste empfängt,
wird die Tourismuspolizei damit auch zur direkten Schnittstelle zwischen
Besuchern und Behörden.
Bildnachweis:
© AA
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