Social Media prägt Reiseverhalten weltweit immer stärker - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Social Media prägt Reiseverhalten weltweit immer stärker
39 Prozent besuchen touristische Orte gezielt für Fotos oder Videos, während TikTok bei der Generation Z bereits zur wichtigsten Quelle für Reiseinspiration geworden ist
Social Media prägt Reiseverhalten weltweit immer stärker

Soziale Netzwerke begleiten Reisende längst nicht mehr nur beim Teilen ihrer Urlaubserlebnisse. TikTok, Instagram und andere Plattformen beeinflussen zunehmend, wohin Menschen reisen, welche Aktivitäten sie buchen und sogar, welche Sehenswürdigkeiten sie vor Ort besuchen. Eine aktuelle Studie von TUI Musement zeigt, wie stark sich dieser Einfluss inzwischen auf konkrete Reiseentscheidungen auswirkt.

39 Prozent der Befragten haben demnach bereits gezielt eine Sehenswürdigkeit oder einen touristischen Ort besucht, um dort Fotos oder Videos für soziale Medien aufzunehmen. Gleichzeitig führt die öffentliche Inszenierung des Urlaubs bei einem beträchtlichen Teil der Reisenden zu Druck: 37 Prozent haben das Bedürfnis, ihre Reisen in sozialen Netzwerken besonders spannend und attraktiv erscheinen zu lassen.

TikTok wird für die Generation Z zum digitalen Reiseführer

Bei der Suche nach Reiseideen spielen digitale Informationsquellen eine zentrale Rolle. 42 Prozent der Befragten nutzen Suchmaschinen wie Google zur Inspiration. Persönliche Empfehlungen von Familie und Freunden kommen auf 41 Prozent.

Bei der Generation Z verschiebt sich das Bild deutlich. Für 48 Prozent ist TikTok die wichtigste Quelle für Reiseinspiration und liegt damit sogar vor Empfehlungen von Familie und Freunden, die von 43 Prozent genannt werden. Kurze Videos entwickeln sich damit für junge Reisende zu einem wichtigen Ausgangspunkt bei der Suche nach Reisezielen und Erlebnissen.

Virale Videos führen zu konkreten Buchungen

Der Einfluss endet nicht bei der Inspiration. Mehr als 43 Prozent der Befragten haben bereits eine Reise oder Aktivität gebucht, nachdem sie einen viralen Beitrag oder ein entsprechendes Video gesehen hatten. Unter Millennials liegt der Anteil bei 52 Prozent, in der Generation Z bei 50 Prozent.

Auch Reise-Influencer wirken sich auf Entscheidungen aus. 43 Prozent der Befragten folgen entsprechenden Content Creators, um Anregungen für Reiseziele und Aktivitäten zu erhalten. 27 Prozent haben aufgrund solcher Empfehlungen sogar ein ursprünglich geplantes Reiseziel geändert.

Bekannte Fotomotive behalten ebenfalls ihre Anziehungskraft. 37 Prozent bevorzugen zumindest gelegentlich bewusst populäre Instagram-Hotspots gegenüber weniger bekannten Orten.

„Ein einziges Foto oder Video kann heute den Anstoß für die nächste Reise geben. Deshalb richten wir unsere Kommunikation gezielt auf Plattformen wie Instagram und TikTok aus. Entscheidend ist jedoch, was vor Ort erlebt wird: Mit unseren Ausflügen und Aktivitäten helfen wir Urlaubern, eine Destination über die bekannten Fotomotive hinaus zu entdecken und authentische Einblicke in Land und Kultur zu gewinnen“, erklärt Mirco Fiumene, Managing Director Experiences & CMO TUI Musement.

Der perfekte Urlaub wird zur öffentlichen Inszenierung

Das Fotografieren, Filmen und Veröffentlichen ist für viele Reisende inzwischen selbst Bestandteil des Urlaubserlebnisses. 73 Prozent teilen zumindest gelegentlich Inhalte ihrer Reisen in sozialen Medien. 26 Prozent bevorzugen dagegen einen kleinen Kreis, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen.

Die permanente Sichtbarkeit hat jedoch eine Kehrseite. 37 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt, ihre Reisen in sozialen Netzwerken möglichst attraktiv und aufregend darzustellen. In der Generation Z steigt dieser Anteil auf 45 Prozent.

Die Beschäftigung mit Social Media beeinflusst sogar die Wahl der Reisebegleitung. Für 18 Prozent der Befragten ist eine übermäßige Fixierung auf Fotos und soziale Netzwerke ein Warnsignal bei der Entscheidung, mit wem sie gemeinsam verreisen möchten.

Die Ergebnisse zeigen damit eine Entwicklung, die für die Reisebranche weit über das Marketing hinausgeht. Soziale Medien beeinflussen nicht nur die Wahrnehmung von Reisezielen, sondern zunehmend auch die Auswahl von Destinationen, Aktivitäten und konkreten Buchungen – und verändern zugleich die Art, wie Urlaub vor Ort erlebt wird.

Bildnachweis: © TUI


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