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Peru beschließt nationalen Tourismusplan mit 52 Maßnahmen bis 2031
Die Regierung will touristische Destinationen besser organisieren, die Sicherheit für Reisende erhöhen und die Qualität der Dienstleistungen im ganzen Land verbessern
Peru beschließt nationalen Tourismusplan mit 52 Maßnahmen bis 2031

Peru hat einen neuen nationalen Entwicklungsplan für den Tourismus verabschiedet. Mit dem Plan Nacional de Orden Turístico 2026–2031 will die Regierung die Organisation touristischer Destinationen verbessern, die Sicherheit für Besucher stärken und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen erhöhen. Das Ministerium für Außenhandel und Tourismus (Mincetur) gab die Verabschiedung des Plans am 23. Oktober 2026 bekannt.

Das Programm umfasst zwölf Handlungsfelder und insgesamt 52 Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Im Mittelpunkt stehen drei strategische Ziele: eine bessere Entwicklung und Verwaltung touristischer Reiseziele, höhere Sicherheitsstandards sowie die stärkere Einbindung von Unternehmen in die formelle Tourismuswirtschaft. Damit sollen zugleich neue Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen und die wirtschaftlichen Perspektiven der örtlichen Bevölkerung verbessert werden.

Für internationale Reiseveranstalter ist die Initiative vor allem deshalb interessant, weil Peru zu den etablierten Fernreisezielen Südamerikas gehört. Kulturstätten wie Machu Picchu, historische Städte und ausgedehnte Naturlandschaften bilden die Grundlage eines vielfältigen touristischen Angebots. Die Qualität der örtlichen Infrastruktur, verlässliche Dienstleistungen und die Sicherheit auf Reisen sind dabei wichtige Voraussetzungen für die internationale Vermarktung. Der neue Plan soll diese Rahmenbedingungen landesweit verbessern.

Mehr Sicherheit und verlässliche Dienstleistungen

Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die stärkere Organisation touristischer Destinationen. Die zuständigen Behörden sollen enger zusammenarbeiten, um die Entwicklung einzelner Reisegebiete besser aufeinander abzustimmen und die Qualität des touristischen Angebots zu erhöhen.

Dabei geht es nicht ausschließlich um bekannte Sehenswürdigkeiten. Der Plan verfolgt einen landesweiten Ansatz, der auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten kleinerer Gemeinden und regionaler Tourismusunternehmen berücksichtigen soll. Eine bessere Abstimmung zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen könnte insbesondere dort von Bedeutung sein, wo touristische Angebote bislang nur unzureichend miteinander verbunden sind.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Sicherheit von Reisenden. Vorgesehen sind Maßnahmen, mit denen Risiken frühzeitig erkannt und mögliche Gefährdungen besser bewältigt werden sollen. Dazu gehören nach Angaben des Ministeriums sowohl die Prävention als auch verbesserte Möglichkeiten, auf sicherheitsrelevante Situationen zu reagieren.

Für Reiseveranstalter und örtliche Agenturen ist dieser Bereich besonders relevant. Sicherheitsstandards und verlässliche Abläufe beeinflussen die Auswahl von Reisezielen, die Planung von Rundreisen und die Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern.

Parallel dazu will Peru die Formalisierung der Tourismuswirtschaft vorantreiben. Hotels, Restaurants, Reisebüros und weitere touristische Unternehmen sollen verstärkt innerhalb der geltenden gesetzlichen und administrativen Rahmenbedingungen arbeiten. Damit verbindet die Regierung das Ziel, die Verlässlichkeit touristischer Leistungen zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken.

Umsetzung gemeinsam mit Regionen und Gemeinden

Die rechtliche Grundlage des neuen Programms bildet die Ministerialresolution Nr. 383-2026-MINCETUR. An der Umsetzung sollen neben der nationalen Regierung auch Regionalverwaltungen, Gemeinden, Unternehmen und weitere Institutionen beteiligt werden.

Diese Zusammenarbeit ist für Peru von besonderer Bedeutung. Die touristischen Regionen des Landes unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihrer geografischen Bedingungen, wirtschaftlichen Strukturen und infrastrukturellen Voraussetzungen. Während einige Destinationen über eine international etablierte touristische Infrastruktur verfügen, befinden sich andere Gebiete noch in einer früheren Entwicklungsphase.

Das Ministerium will die Umsetzung der 52 Maßnahmen regelmäßig überprüfen und anhand der erzielten Ergebnisse bewerten. Damit soll nachvollziehbar werden, inwieweit die einzelnen Aktivitäten tatsächlich zur Verbesserung der touristischen Angebote beitragen.

Konkrete Investitionssummen, detaillierte Zeitpläne für einzelne Destinationen oder messbare Zielwerte werden in der bisherigen Ankündigung allerdings nicht genannt. Auch die vorgesehenen Maßnahmen sind noch nicht vollständig erläutert. Mincetur hat angekündigt, die wichtigsten Interventionsbereiche des Plans in Kürze näher vorzustellen.

Für die internationale Reisebranche markiert die Verabschiedung deshalb zunächst einen politischen und organisatorischen Schritt. Ob sich daraus kurzfristig Verbesserungen für Reisende und Reiseveranstalter ergeben, wird wesentlich von der konkreten Umsetzung in den Regionen abhängen.

Langfristig könnte der Plan dazu beitragen, Perus touristisches Angebot breiter aufzustellen und die Voraussetzungen für Reisen auch außerhalb der bekanntesten Besucherzentren zu verbessern. Besonders für spezialisierte Veranstalter, die Kultur-, Natur- und Individualreisen anbieten, wären verlässlichere lokale Dienstleistungen und eine besser koordinierte touristische Entwicklung von praktischem Nutzen.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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