Japan abseits der Klassiker: Neue Trekkingreise führt durch Ost-Hokkaidos Wildnis - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Japan abseits der Klassiker: Neue Trekkingreise führt durch Ost-Hokkaidos Wildnis
Neuntägige Wanderreise verbindet drei Nationalparks, vulkanische Landschaften und traditionelle Unterkünfte im wenig bekannten Nordosten Japans
Japan abseits der Klassiker: Neue Trekkingreise führt durch Ost-Hokkaidos Wildnis

Japan gehört zu den gefragtesten Fernreisezielen im deutschsprachigen Markt. Während sich die meisten Rundreisen auf Tokio, Kyoto, Osaka und die bekannten Kulturregionen konzentrieren, eröffnet die nördlichste Hauptinsel Hokkaido ganz andere Perspektiven. Weite Feuchtgebiete, aktive Vulkane, unberührte Wälder und eine außergewöhnlich artenreiche Tierwelt prägen insbesondere den Osten der Insel. Mit dem neuen East Hokkaido Trek bietet der Spezialveranstalter Walk Japan seit 2026 eine neuntägige geführte Wanderreise durch diese bislang wenig erschlossene Region an.

Die Route beginnt in Kushiro und endet am Flughafen Memanbetsu. Sie folgt ausgewählten Abschnitten des rund 410 Kilometer langen Hokkaido East Trail und verbindet drei der bedeutendsten Naturlandschaften Nordjapans. Insgesamt legen die Teilnehmer etwa 90 Kilometer zu Fuß zurück. Die Gruppengröße ist auf maximal zwölf Personen begrenzt.

Neben den Wanderungen gehören traditionelle japanische Unterkünfte, regionale Spezialitäten und Besuche in heißen Thermalquellen zum Programm. Damit richtet sich die Reise insbesondere an naturinteressierte Japan-Wiederholer, die das Land abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchten.

Drei Nationalparks auf einer Reise

Die Wanderroute führt durch die Nationalparks Kushiro-Shitsugen, Akan-Mashu und Shiretoko. Jeder dieser Landschaftsräume besitzt einen eigenen Charakter.

Der Kushiro-Shitsugen-Nationalpark schützt das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Japans. Ausgedehnte Sümpfe, Flussläufe und Schilflandschaften bieten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, darunter den seltenen Mandschurenkranich, der in Japan als Symbol für Glück und Langlebigkeit gilt.

Weiter nördlich prägen Vulkane, Kraterseen und geothermische Erscheinungen die Landschaft des Akan-Mashu-Nationalparks. Zu den bekanntesten Naturattraktionen gehören der Akan-See und der für sein besonders klares Wasser berühmte Mashu-See.

Die Shiretoko-Halbinsel im äußersten Nordosten Hokkaidos gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ihre abgelegenen Küsten, dichten Wälder und Berglandschaften zählen zu den ursprünglichsten Naturräumen Japans. Die Region ist unter anderem für ihre Braunbären, Hirsche und außergewöhnliche Vogelwelt bekannt.

Wandern zwischen Vulkanen, Seen und Küstenlandschaften

Der East Hokkaido Trek kombiniert unterschiedliche Landschaften und Wanderbedingungen. Die Teilnehmer erleben offene Feuchtgebiete ebenso wie bewaldete Berghänge, vulkanische Hochflächen und die Küstenregion des Ochotskischen Meeres.

Die Tageswanderungen führen über ausgewählte Abschnitte des Hokkaido East Trail, eines Fernwanderwegs, der die landschaftliche Vielfalt des östlichen Hokkaido erschließen soll.

Anders als bei einer durchgehenden Fernwanderung werden die einzelnen Etappen durch organisierte Transfers miteinander verbunden. Dadurch können auch weiter auseinanderliegende Naturgebiete innerhalb einer neuntägigen Reise besucht werden.

Die Wanderungen erfordern eine gute körperliche Kondition. Gleichzeitig bleibt ausreichend Gelegenheit, die Besonderheiten der Landschaft und die kulturellen Traditionen der Region kennenzulernen.

Traditionelle Unterkünfte und regionale Küche

Ein wichtiger Bestandteil des Reisekonzepts ist die Verbindung von Naturerlebnissen mit japanischer Gastfreundschaft.

Die Teilnehmer übernachten in ausgewählten Unterkünften, darunter traditionelle japanische Gasthäuser. Regionale Mahlzeiten vermitteln einen Eindruck von der Küche Hokkaidos, die unter anderem durch Fisch, Meeresfrüchte, landwirtschaftliche Erzeugnisse und lokale Spezialitäten geprägt ist.

Auch die japanische Badekultur gehört zum Programm. Nach den Wanderungen bieten Besuche in Onsen, den traditionellen Thermalbädern, Gelegenheit zur Erholung.

Durch die geringe Gruppengröße von maximal zwölf Personen soll eine persönliche Reiseatmosphäre entstehen. Die geführte Organisation erleichtert zudem den Zugang zu Regionen, in denen öffentliche Verkehrsverbindungen und englischsprachige touristische Dienstleistungen weniger umfassend ausgebaut sind als in den großen japanischen Reisezentren.

Neue Möglichkeiten für Japan-Wiederholer

Für Reiseveranstalter und Reisebüros im deutschsprachigen Markt bietet der East Hokkaido Trek eine interessante Alternative zu den etablierten Japan-Rundreisen.

Hokkaido ist zwar als Wintersportdestination bekannt, seine östlichen Nationalparks und abgelegenen Wandergebiete spielen in klassischen europäischen Japan-Programmen bislang jedoch eine untergeordnete Rolle.

Die neue Trekkingreise ermöglicht es, diese Naturlandschaften als zusammenhängendes, professionell organisiertes Reiseprodukt anzubieten. Besonders angesprochen werden dürften aktive Reisende, Naturliebhaber und Japan-Kenner, die bereits die kulturellen Höhepunkte des Landes besucht haben.

Die internationale Anreise erfolgt in der Regel über Tokio mit einem anschließenden Inlandsflug nach Kushiro. Nach Abschluss der Wanderreise ist die Rückreise vom Flughafen Memanbetsu möglich.

Walk Japan bietet den East Hokkaido Trek als geführtes neuntägiges Programm an. Die Reise kann direkt beim Veranstalter gebucht werden und lässt sich mit individuellen Aufenthalten in anderen Regionen Japans kombinieren.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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