Antigua und Barbuda übernimmt Führung der Karibik-Tourismusorganisation - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Antigua und Barbuda übernimmt Führung der Karibik-Tourismusorganisation
Caribbean Tourism Organization setzt unter neuer Präsidentschaft auf regionale Zusammenarbeit, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Tourismusentwicklung
Antigua und Barbuda übernimmt Führung der Karibik-Tourismusorganisation

Antigua und Barbuda übernimmt die Präsidentschaft der Caribbean Tourism Organization (CTO). Der Tourismusminister des karibischen Inselstaates, Charles „Max“ Fernandez, wurde zum neuen Vorsitzenden des Rates der Tourismusminister und Tourismuskommissare gewählt. Die Entscheidung fiel während der Jahreshauptversammlung der Organisation in Georgetown, Guyana. Fernandez folgt auf Ian Gooding-Edghill, Tourismusminister von Barbados, der die CTO in den vergangenen zwei Jahren geführt hatte.

Auch an der Spitze des Verwaltungsrats gibt es einen Wechsel. Colin James, Geschäftsführer der Antigua and Barbuda Tourism Authority, übernimmt den Vorsitz von Andrea Franklin, der bisherigen Leiterin von Barbados Tourism Marketing Inc. Mit der neuen Führung setzt die CTO ihre Bemühungen fort, die Zusammenarbeit zwischen den karibischen Destinationen zu vertiefen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Strategie „Reimagine“, mit der die Organisation die touristische Entwicklung der Karibik langfristig gestalten will. Neben einer stärkeren gemeinsamen Interessenvertretung gehören dazu die Verbesserung der Marktposition, der Ausbau touristischer Daten- und Analysekompetenzen sowie nachhaltige und regenerative Tourismuskonzepte. Auch die Qualifizierung von Fachkräften zählt zu den zentralen Aufgaben. Für internationale Reiseveranstalter sind insbesondere die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur und die Qualität des regionalen Angebots von Bedeutung.

Mehr Zusammenarbeit innerhalb der Karibik

Unter der bisherigen Präsidentschaft von Barbados hat die CTO ihre Zusammenarbeit mit Mitgliedstaaten, touristischen Unternehmen und regionalen Partnern ausgebaut. Dabei rückte zunehmend die Frage in den Vordergrund, wie die wirtschaftlichen Vorteile des Tourismus stärker innerhalb der Karibik verbleiben können.

Ein wichtiger Ansatz ist die engere Verknüpfung der Tourismuswirtschaft mit anderen Wirtschaftszweigen. Landwirtschaftliche Betriebe und lokale Lebensmittelproduzenten sollen ebenso profitieren wie Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Kreativwirtschaft. Gleichzeitig stehen Verbesserungen bei Infrastruktur, Logistik und technologischer Entwicklung auf der Agenda.

Damit verfolgt die Organisation einen Ansatz, der über die klassische touristische Vermarktung einzelner Inselstaaten hinausgeht. Die Karibik soll als zusammenhängender Wirtschafts- und Tourismusraum gestärkt werden, ohne die unterschiedlichen Profile und Interessen ihrer Destinationen aufzugeben.

Die neue Führung wird dabei von einem Verwaltungsrat unterstützt, in dem verschiedene Teilregionen vertreten sind. Zu den gewählten Vizepräsidenten gehören Vertreter der Amerikanischen und Britischen Jungferninseln, von Saint-Martin sowie von St. Kitts und Nevis und den Bahamas. Die Vertretung der niederländischsprachigen Gebiete soll bei einer späteren Sitzung bestimmt werden.

CTO-Generalsekretärin Dona Regis-Prosper würdigte die Arbeit der bisherigen Führung und begrüßte die neuen Verantwortlichen. Die Organisation befinde sich in einer wichtigen Phase, in der ihre strategischen Ziele zunehmend in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Die Neuwahl erfolgte unmittelbar vor der State of the Tourism Industry Conference (SOTIC) 2026. Die wichtigste Branchenkonferenz der CTO steht in diesem Jahr unter dem Motto „Tourism Futures: Smart, Sustainable and Inclusive“.

Die Veranstaltung bringt Tourismusminister, Destinationsmanager, Vertreter der Privatwirtschaft und internationale Partner zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Chancen einer Tourismusregion, deren wirtschaftliche Entwicklung in hohem Maße von internationalen Reisemärkten abhängt. Für europäische Reiseveranstalter bleibt die Karibik dabei ein bedeutendes Fernreiseziel, dessen Attraktivität auch von der regionalen Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung des touristischen Angebots bestimmt wird.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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