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Das Aufforstungs- und Renaturierungsprojekt TUI Forest Mallorca ist bei den Global Responsible Tourism Awards 2026 als weltweiter Sieger in der Kategorie „Anpassung an den Klimawandel“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 4. November im Rahmen des ICRT Global Summit in London statt. Gewürdigt wurde insbesondere die Verbindung von ökologischer Wiederherstellung, Klimavorsorge und der Beteiligung lokaler Gemeinschaften in einer der meistbesuchten Urlaubsregionen Europas.
Die von der TUI Care Foundation gemeinsam mit der Regierung der Balearen entwickelte Initiative konzentriert sich auf den Naturpark Península de Llevant im Nordosten Mallorcas. Dort sollen durch Waldbrände, intensive Flächennutzung und klimatische Veränderungen geschädigte Landschaften wiederhergestellt werden. Zu den Maßnahmen gehören die Pflanzung einheimischer, möglichst feuerresistenter Baum- und Pflanzenarten, die Renaturierung von Küstendünen und der Schutz empfindlicher Lebensräume.
Das Projekt verfolgt dabei einen Ansatz, der über klassische Aufforstungsprogramme hinausgeht. Naturschutzfachleute, Studenten, Einwohner und Vertreter der Tourismuswirtschaft werden in die Maßnahmen einbezogen. Nach Angaben der TUI Care Foundation haben sich bereits mehr als 1.100 Menschen beteiligt. Die Initiative verbindet praktische Landschaftspflege mit Umweltbildung und schafft zugleich lokale Beschäftigungsmöglichkeiten. Damit soll der Tourismus nicht nur von einer intakten Natur profitieren, sondern auch zu deren langfristigem Erhalt beitragen.
Klimaanpassung in einer stark besuchten Urlaubsregion
Mallorca steht wie zahlreiche Mittelmeerdestinationen vor wachsenden Herausforderungen durch längere Trockenperioden, hohe Temperaturen und Waldbrandrisiken. Die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume kann dazu beitragen, Böden zu stabilisieren, die Artenvielfalt zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Landschaft gegenüber klimatischen Veränderungen zu verbessern.
Im Naturpark Península de Llevant setzt das Projekt deshalb auf heimische Vegetation und die Wiederherstellung unterschiedlicher Ökosysteme. Neben Waldflächen werden auch Küstendünen und gefährdete Lebensräume berücksichtigt. Die Maßnahmen sollen zugleich einer weiteren Verschlechterung der Böden und möglichen Wüstenbildungsprozessen entgegenwirken.
Die internationale Jury hob besonders die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen, Naturschutzorganisationen, Einwohnern und touristischen Unternehmen hervor. Als beispielhaft bewertete sie außerdem die Einbindung des Naturschutzes in touristische Angebote und die Information von Besuchern über ökologische Zusammenhänge.
Alexander Panczuk, Geschäftsführer der TUI Care Foundation, sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung dieses Kooperationsmodells. „Initiativen wie ‚TUI Forest Mallorca‘ zeigen, wie wir Partnerschaften und Ressourcen mobilisieren können, um lokale Maßnahmen zu unterstützen.“
Auch die balearische Regierung betrachtet die Zusammenarbeit als wichtigen Bestandteil ihrer Bemühungen um den Schutz der Inselnatur. Landwirtschafts- und Naturminister Joan Simonet Pons verwies darauf, dass Mallorcas Landschaften zunehmend durch Waldbrände, Dürren und den Klimawandel gefährdet seien. Die Beteiligung der Bevölkerung und der Tourismusbranche könne dazu beitragen, langfristig wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Weitere TUI-Projekte erreichen das Weltfinale
Neben dem Gewinnerprojekt auf Mallorca erreichten drei weitere Initiativen der TUI Care Foundation das globale Finale der Responsible Tourism Awards. Sie hatten sich zuvor mit Gold-Auszeichnungen auf regionaler Ebene qualifiziert.
Das Projekt TUI Sea the Change Bali unterstützt die Wiederherstellung von Korallenriffen und beteiligt Urlauber an Aktivitäten zum Schutz mariner Ökosysteme. Es gehörte zu den Finalisten in der Kategorie „Nature Positive“.
TUI Forest Dominican Republic konzentriert sich auf die Renaturierung von Mangrovenwäldern und verbindet diese Arbeit mit der Schaffung lokaler Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Projekt war ebenso wie TUI Field to Fork Greece in der Kategorie „Regenerative Tourism“ nominiert. Die griechische Initiative fördert regenerative Landwirtschaft und die stärkere Einbindung lokaler Erzeuger in touristische Lieferketten.
Die vier Projekte verdeutlichen unterschiedliche Möglichkeiten, touristische Wertschöpfung mit ökologischen und sozialen Zielen zu verbinden. Während auf Mallorca die Anpassung an den Klimawandel im Vordergrund steht, reichen die Ansätze andernorts vom Meeresschutz über die Wiederherstellung von Mangroven bis zur Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Hotellerie.
An den Global Responsible Tourism Awards 2026 nahmen insgesamt 34 Finalisten aus 24 Ländern teil. Die Auszeichnungen wurden in sechs Kategorien vergeben. Veranstalter ist ICRT Global, das Initiativen würdigt, die sich mit den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Tourismus auseinandersetzen.
Für etablierte Urlaubsregionen wie Mallorca gewinnt die Frage an Bedeutung, wie touristische Unternehmen zur Erhaltung ihrer natürlichen Standortbedingungen beitragen können. Das ausgezeichnete Projekt zeigt einen möglichen Ansatz, bei dem öffentliche Institutionen, die Reisebranche und die lokale Bevölkerung gemeinsam Verantwortung für gefährdete Landschaften übernehmen.
Bildnachweis: © TUI
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