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International
Tourismus soll ländliche Regionen im Westbalkan stärken
TUI Care Foundation und GIZ verbinden Landwirtschaft und Tourismus in Albanien, Nordmazedonien und Montenegro
Tourismus soll ländliche Regionen im Westbalkan stärken

Die TUI Care Foundation startet gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Projekt, das landwirtschaftliche Betriebe im Westbalkan stärker an der wachsenden touristischen Nachfrage beteiligen soll. „TUI Field to Fork Western Balkans“ richtet sich an ländliche Gemeinden in Albanien, Nordmazedonien und Montenegro und verbindet nachhaltigere Anbaumethoden mit der Entwicklung neuer touristischer Angebote.

Während der 27-monatigen Laufzeit sollen 120 Teilnehmer aus 90 landwirtschaftlichen Haushalten geschult werden. Im Mittelpunkt stehen regenerative Landwirtschaft, Bodenbewirtschaftung, eine größere Anbauvielfalt und der Schutz von Wasserressourcen. Praktische Vorführungen, Feldbesichtigungen und der Austausch zwischen den Betrieben sollen helfen, Produktivität und Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verbessern.

Zugleich will das Projekt neue Einnahmequellen erschließen. Gemeinsam mit Akteuren aus dem Tourismus sollen mehr als 20 Angebote entstehen, die Landwirtschaft, regionale Ernährungstraditionen und kulturelles Erbe für Besucher erlebbar machen. Geplant sind unter anderem Hofbesichtigungen und kulinarische Erlebnisse. Während der Projektlaufzeit sollen damit mindestens 1.000 inländische und internationale Gäste erreicht werden.

Landwirtschaft trifft Tourismus

Hintergrund des Projekts sind strukturelle Probleme vieler ländlicher Regionen auf dem Westbalkan. Kleine landwirtschaftliche Betriebe kämpfen häufig mit geringer Produktivität und eingeschränktem Marktzugang. Gleichzeitig erschweren steigende Temperaturen, Dürren und unregelmäßige Niederschläge die Produktion. Hinzu kommt die Abwanderung vor allem jüngerer Einwohner.

Dem steht eine wachsende Tourismuswirtschaft gegenüber, von deren Entwicklung landwirtschaftliche Produzenten bislang nur begrenzt profitieren. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Programm an: Regionale Lebensmittel und landwirtschaftliche Erlebnisse sollen stärker Bestandteil der touristischen Wertschöpfung werden.

Workshops, Netzwerkveranstaltungen und Matchmaking-Formate sollen Landwirte, Lebensmittelproduzenten, Tourismusunternehmen und weitere lokale Akteure zusammenbringen. Vorgesehen sind mindestens 20 neue Partnerschaften zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Sie sollen regionale Produkte leichter in touristische Angebote integrieren und einen größeren Teil der Wertschöpfung in den ländlichen Gemeinden halten.

Thomas Ellerbeck, Vorsitzender der TUI Care Foundation, sieht darin erhebliches Potenzial: „Tourismus kann ein starker Motor für die Entwicklung ländlicher Regionen sein, wenn die Menschen vor Ort direkt an den Chancen beteiligt werden, die er schafft.“ Auf dem Westbalkan könnten Landwirtschaft, regionale Lebensmitteltraditionen und Tourismus enger miteinander verbunden und damit zusätzliche Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.

Teil eines internationalen Programms

Bei der Umsetzung arbeitet das Projekt mit nationalen und regionalen Organisationen in Albanien, Nordmazedonien und Montenegro zusammen. Die Initiative wird von der TUI Care Foundation und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kofinanziert und von der GIZ umgesetzt.

„TUI Field to Fork Western Balkans“ ist Teil eines internationalen Programms, mit dem die TUI Care Foundation nachhaltigere Lebensmittelproduktion mit dem Tourismussektor verknüpft. Vergleichbare Projekte bestehen unter anderem in Portugal, Cabo Verde, Kolumbien, Italien und Tansania.

Für den Westbalkan liegt der Ansatz dabei nicht allein in der Entwicklung zusätzlicher Besucherangebote. Die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus soll zugleich stabilere lokale Absatzmöglichkeiten schaffen und landwirtschaftlichen Haushalten mehrere Einkommensquellen eröffnen. Damit soll das Wachstum des Tourismus stärker auch jene ländlichen Regionen erreichen, die bislang nur begrenzt an seiner Wertschöpfung beteiligt sind.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration mit Material von TUI 


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