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Peru will neue Flugverbindungen fördern und regionale Airports stärken
48 internationale Strecken, neue Verbindungen ab Cusco und Chiclayo sowie gezielte Unterstützung für Airlines sollen Perus Tourismus stärker mit internationalen Quellmärkten verbinden
Peru will neue Flugverbindungen fördern und regionale Airports stärken

Peru will seine internationale und innerperuanische Fluganbindung gezielt ausbauen und dabei die starke Konzentration des Luftverkehrs auf Lima verringern. Das Ministerium für Außenhandel und Tourismus (Mincetur) sieht eine bessere Erreichbarkeit als entscheidenden Wettbewerbsfaktor für den Tourismus und will Airlines bei der Eröffnung neuer Strecken und zusätzlichen Frequenzen stärker unterstützen.

Derzeit verfügt Peru über 48 internationale Flugverbindungen in 20 Länder. Vier Flughäfen wickeln internationalen Verkehr ab. Gleichzeitig wächst die Nachfrage innerhalb des Landes: Nach Angaben von Mincetur liegt das Passagieraufkommen im Inlandsverkehr um 22,3 Prozent höher. Die Regierung sieht darin auch Potenzial für neue Direktverbindungen zwischen touristisch wichtigen Regionen, bei denen Reisende bislang häufig über Lima fliegen müssen.

Vorgestellt wurde die Strategie auf der WAGA 2026 von ACI Latin America and Caribbean und ACI World in Lima. Mehr als 600 Vertreter der Flughafen- und Airlinebranche aus über 60 Ländern nehmen an der Veranstaltung teil. Tourismus-Vizeministerin Liz Chirinos bezeichnete die Fluganbindung als „Wettbewerbsfaktor“ für den peruanischen Tourismus. Ziel sei es, den direkten Zugang zu wichtigen internationalen Quellmärkten und globalen Luftverkehrsdrehkreuzen zu verbessern.

Vier Airports neben Lima

Neben der weiteren Entwicklung Limas als internationalem Drehkreuz sollen insbesondere Cusco, Arequipa, Iquitos und Chiclayo gestärkt werden. Damit verbindet Peru die internationale Expansion mit dem Ziel, touristische Verkehrsströme stärker auf verschiedene Regionen des Landes zu verteilen.

Cusco ist bereits mit Bogotá, Santiago de Chile und La Paz verbunden. Als nächster internationaler Markt ist São Paulo vorgesehen. Für die bedeutendste touristische Destination im peruanischen Landesinneren würde eine solche Verbindung den direkten Zugang aus Brasilien verbessern, ohne dass Reisende zunächst über Lima fliegen müssen.

Auch Chiclayo im Norden des Landes soll international stärker angebunden werden. Der Flughafen verfügt bereits über eine Verbindung nach Panama; weitere Strecken nach Cuenca und Quito in Ecuador sind vorgesehen.

Parallel dazu untersucht Peru neue innerperuanische Verbindungen. Genannt werden unter anderem Cusco–Iquitos, Cusco–Trujillo und Cusco–Piura. Von Arequipa könnten zusätzliche Direktflüge nach Piura, Trujillo, Cajamarca und Tarapoto entstehen. Für Rundreisen wäre ein dichteres Netz solcher Verbindungen besonders interessant, weil sich verschiedene Regionen leichter kombinieren ließen.

Peru wirbt aktiv um Airlines

Mincetur und die Tourismusorganisation PromPerú wollen sich dabei nicht auf Gespräche mit Fluggesellschaften beschränken. Airlines erhalten konkrete Daten und Analysen, mit denen die wirtschaftlichen Chancen neuer Verbindungen bewertet werden können.

Dazu erstellt Peru individuelle Business Cases mit Informationen über Passagierströme, durchschnittliche Flugpreise und Schätzungen zur bislang nicht gedeckten Nachfrage. Die Instrumente sollen Fluggesellschaften die Entscheidung über neue Strecken und zusätzliche Frequenzen erleichtern und die mit einer Markteinführung verbundenen Risiken besser kalkulierbar machen.

Hinzu kommt gemeinsame Vermarktung. Derzeit laufen sieben internationale Kampagnen mit Airlines in wichtigen Quellmärkten. Dazu zählen Brasilien, Mexiko und die USA ebenso wie die europäischen Märkte Spanien, Frankreich und Großbritannien.

„Unser strategisches Ziel ist es, eine Fluganbindung voranzutreiben, die den Zugang zu den touristischen Zielen des Landes erleichtert, die Möglichkeiten in den Quellmärkten erweitert und zu einer stärkeren Dezentralisierung beiträgt“, erklärte Chirinos.

Für Peru geht es dabei nicht allein darum, zusätzliche Besucher ins Land zu bringen. Eine bessere regionale Vernetzung soll internationale Gäste dazu bewegen, länger zu bleiben und während einer Reise mehrere Landesteile zu besuchen. Damit könnten touristische Umsätze stärker über Lima und die etablierten Hauptdestinationen hinaus auf weitere Regionen verteilt werden.

Bildnachweis: © KI-erstellte Illustration


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