Jordanien: Al-Maghtas wird für 2.000-Jahr-Feier der Taufe Jesu erneuert - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Jordanien: Al-Maghtas wird für 2.000-Jahr-Feier der Taufe Jesu erneuert
120-Millionen-Dollar-Projekt soll die Taufstätte am Jordan bis 2030 behutsam weiterentwickeln und zugleich Natur und religiöses Erbe schützen
Jordanien: Al-Maghtas wird für 2.000-Jahr-Feier der Taufe Jesu erneuert

Jordanien bereitet sich auf ein bedeutendes Jubiläum vor: 2030 soll an der als Taufstätte Jesu verehrten Stätte Al-Maghtas am Jordan der Taufe Jesu vor 2.000 Jahren gedacht werden. Bis dahin wird die Infrastruktur rund um den historischen und religiösen Ort umfassend weiterentwickelt.

Die entsprechenden Vereinbarungen wurden im August 2026 von Ministerpräsident Jafar Hassan unterzeichnet. Für das Vorhaben ist ein Gesamtvolumen von 120 Millionen US-Dollar vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein Museum zur Geschichte der Taufe, ein Besucherzentrum, gastronomische Einrichtungen und ein Hotel. Gleichzeitig soll die empfindliche Landschaft am Jordan stärker geschützt werden.

Besucherangebote und Naturschutz am Jordan

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist ein sogenannter Grüner Korridor. Die Umgebung von Al-Maghtas verfügt über eine besondere Artenvielfalt, die trotz der erwarteten Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur erhalten werden soll. Vorgesehen sind dafür unter anderem Naturwanderwege.

Damit verbindet das Projekt zwei Ziele: Die Stätte soll für Pilger und andere Besucher besser erschlossen werden, ohne ihren religiösen Charakter und ihre natürliche Umgebung aus dem Blick zu verlieren.

Al-Maghtas zählt zu den bedeutendsten christlichen Pilgerstätten Jordaniens. Der Ort am Ostufer des Jordan wird mit der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer verbunden und steht damit für eines der zentralen Ereignisse der christlichen Überlieferung.

Jordanien als Ziel christlicher Pilgerreisen

Die Taufstätte ist Teil einer ganzen Reihe biblisch und frühchristlich bedeutender Orte im Königreich. Zu ihnen gehört der Berg Nebo, von dem Moses der Überlieferung zufolge auf das Gelobte Land blickte.

Eine weitere wichtige Station ist Madaba. Die Stadt ist vor allem für ihre byzantinische Mosaikkarte bekannt, die zu den ältesten erhaltenen kartographischen Darstellungen des Heiligen Landes zählt. Auch Aqaba verbindet seine lange Geschichte mit archäologischen Zeugnissen aus unterschiedlichen Epochen.

Diese Stätten machen Jordanien nicht nur für klassische Kulturreisende interessant. Sie bilden zugleich die Grundlage für Pilger- und Studienreisen, bei denen biblische Geschichte, Archäologie und die Landschaft des Nahen Ostens miteinander verbunden werden.

Von Umm Qais bis Petra reicht das historische Erbe

Jordaniens religiöse Geschichte beschränkt sich nicht auf christliche Stätten. In Mu’ta befindet sich unter anderem die Grabstätte von Ja’far ibn Abi Talib, einem Vetter des Propheten Muhammad und einer bedeutenden Persönlichkeit der frühen islamischen Geschichte.

Hinzu kommen die großen archäologischen Stätten des Landes. Petra bewahrt das Erbe der Nabatäer, während Umm Qais im Norden Jordaniens auf das antike Gadara zurückgeht, eine der Städte der Dekapolis. Von den Ruinen reicht der Blick über das Jordantal und den See Genezareth bis zu den umliegenden Höhenzügen.

Mit den Arbeiten in Al-Maghtas rückt nun eine der bedeutendsten religiösen Stätten des Landes besonders in den Mittelpunkt. Bis zum Jubiläumsjahr 2030 soll dort eine Infrastruktur entstehen, die den erwarteten Besuchern gerecht wird und zugleich den besonderen Charakter der Landschaft am Jordan bewahrt.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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