Tourexpi
Die
Internationale Bootsmesse Genua kehrt 2026 zu ihrem traditionellen
Oktober-Termin zurück. Vom 1. bis 6. Oktober treffen Hersteller, Designer,
Zulieferer, Einkäufer und Fachleute aus aller Welt in der ligurischen
Hafenstadt zusammen. Im Mittelpunkt stehen neben neuen Yachten und Booten
aktuelle Entwicklungen bei Technologie, Nachhaltigkeit und Design.
Schauplatz
ist die neu gestaltete Waterfront di Levante, deren Umgestaltung auf einem
Masterplan des Architekten Renzo Piano basiert. Neue Ausstellungsflächen,
Kanäle, umfangreiche Bereiche für Boote im Wasser und der vollständig nutzbare
Palasport-Pavillon verbinden die Messe stärker als bisher mit dem Hafen und der
mediterranen Kulisse Genuas.
Mehr
Fläche auf dem Wasser und größere Boote
Die
Kennzahlen der 66. Ausgabe zeigen, wie sich Angebot und Markt verändern. Die
Ausstellungsfläche im Wasser wächst gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent.
Gleichzeitig sind die jeweils drei größten ausgestellten Boote der einzelnen
Segmente im Durchschnitt 14,1 Prozent größer als 2025.
Besonders
deutlich fällt die Entwicklung bei Mehrrumpfbooten aus. Ihre Zahl steigt
gegenüber der vorherigen Messe um 28 Prozent. Insgesamt werden mehr als 1.000
Boote präsentiert, darunter 215 neue Modelle. Unternehmen und Branchenvertreter
aus 45 Ländern auf fünf Kontinenten werden in Genua erwartet.
„Die
Eckdaten der diesjährigen Edition haben eine Bedeutung, die über bloße Zahlen
hinausgeht, denn die Internationale Bootsmesse Genua ist ein direktes
Spiegelbild des Marktes und der Branche, die sie repräsentiert“, sagte Piero
Formenti, Präsident der Confindustria Nautica. „Die Erweiterung der
In-Water-Ausstellungsfläche, die zunehmende Größe der ausgestellten Boote und
die Entwicklung der verschiedenen Segmente spiegeln eine Branche wider, die
sich im Wandel befindet. Und gleichzeitig eine Veranstaltung, die in der Lage
ist, sich mit ihr weiterzuentwickeln.“
Italiens
Yachtindustrie ist stark vom Export geprägt
Hinter
der Messe steht eine italienische Yachtindustrie mit einem Jahresumsatz von 8,6
Milliarden Euro. Nach Angaben der Confindustria Nautica erwirtschaftet die
Branche mehr als 13 Milliarden Euro Wertschöpfung und beschäftigt fast 170.000
Menschen.
Der
internationale Markt ist dabei von entscheidender Bedeutung. Rund 90 Prozent
der italienischen Produktion gehen ins Ausland. Die Bootsmesse in Genua dient
der Branche deshalb nicht nur als Schaufenster für neue Modelle, sondern vor
allem als internationale Geschäftsplattform.
Renzo
Pianos Waterfront bildet die neue Kulisse
Mit
der Umgestaltung der Waterfront di Levante verändert sich zugleich der
Charakter des Messegeländes. Wasserflächen und Architektur greifen stärker
ineinander, während Boote und Yachten unmittelbar in die Hafenlandschaft
eingebunden werden.
Damit
verbindet die Messe ihre seit mehr als sechs Jahrzehnten gewachsene Rolle als
internationaler Branchentreff mit einem grundlegend erneuerten
Veranstaltungsort. Neben dem Geschäft mit Booten und Yachten sollen in Genua
insbesondere technologische Entwicklungen, nachhaltigere Lösungen und
zeitgenössisches Design zeigen, in welche Richtung sich die internationale
Freizeit- und Sportschifffahrt bewegt.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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