Tourexpi
Mehr
als 2.300 Kilometer zieht sich das Great Barrier Reef entlang der Küste
Queenslands. Über 2.900 einzelne Riffe bilden eine Unterwasserlandschaft aus
Korallengärten, Steilwänden, Inseln und Kanälen. Schildkröten, Rochen, Riffhaie
und riesige Fischschwärme gehören ebenso zu diesem Lebensraum wie Wale, die
saisonal durch die Gewässer ziehen.
Einer
der wichtigsten Ausgangspunkte für Reisen zum Riff ist Cairns im tropischen
Norden Queenslands. Von dort sowie von Port Douglas, Cape Tribulation und
Mission Beach starten Tagesausflüge und mehrtägige Touren zum Schnorcheln und
Tauchen. Anfang Dezember rückt Cairns zusätzlich ins Zentrum der
internationalen Tauchszene: PADI veranstaltet dort seinen weltweit ersten
AmbassaDiver Summit.
Mehr
als 90 Tauchplätze entlang des Riffs
Die
Dimension des Great Barrier Reef sorgt dafür, dass sich die
Unterwasserlandschaften deutlich unterscheiden. PADI führt mehr als 90
Tauchplätze entlang des Riffs auf. Das Spektrum reicht von Korallengärten und
natürlichen Kanälen über Steilwände und Felsnadeln bis zu Schiffswracks.
Angebote gibt es sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Taucher.
Auch
die Tierwelt verändert sich mit Ort und Jahreszeit. Sechs der weltweit sieben
Meeresschildkrötenarten kommen am Great Barrier Reef vor. Hinzu kommen unter
anderem Mantarochen, Riffhaie, Maori-Lippfische, Kartoffelbarsche und Sepien.
Zwergwale sind insbesondere im Juni und Juli vor Cairns und Port Douglas
anzutreffen, Buckelwale ziehen zwischen Juli und September durch die Region.
Tauchen
ist das ganze Jahr möglich
Grundsätzlich
lässt sich das Great Barrier Reef ganzjährig betauchen. Im australischen Sommer
sorgen wärmere Wassertemperaturen häufig für gute Sichtbedingungen, während
zwischen Juni und November die Chancen auf Begegnungen mit größeren
Meerestieren steigen.
Ein
besonderes Ereignis findet zwischen Oktober und Dezember rund um den Vollmond
statt. Beim sogenannten Coral Spawning geben zahlreiche Korallenkolonien
gleichzeitig ihre Fortpflanzungszellen ins Wasser ab. Das Schauspiel wird wegen
der schwebenden Partikel mitunter als „Unterwasser-Schneesturm“ beschrieben.
Für 2026 werden auch nächtliche Touren zum äußeren Great Barrier Reef
angeboten, bei denen Taucher und Schnorchler das Phänomen beobachten können.
Cairns
macht das Riff leicht erreichbar
Wer
das Riff erleben möchte, muss nicht zwangsläufig an einer mehrtägigen
Expedition teilnehmen. Von Cairns starten täglich Boote und Liveaboards zu
vorgelagerten Riffen. Dabei reicht das Angebot von ersten Tauchversuchen in
flacheren Bereichen bis zu anspruchsvolleren Tauchgängen an tieferen Kanälen,
Hängen und Felsformationen.
Das
Rifferlebnis lässt sich zudem mit Tropical North Queensland an Land verbinden.
Rund um Cairns warten die Esplanade, Märkte und Gastronomie, weiter nördlich
die Regenwälder der Wet Tropics. Damit liegen zwei außergewöhnliche Naturwelten
unmittelbar nebeneinander: das Great Barrier Reef und eines der ältesten
tropischen Regenwaldgebiete der Erde.
Tourismus
finanziert Schutz und Forschung mit
Ein
Besuch des Riffs ist zugleich Teil seines Finanzierungssystems. Bei Touren mit
zertifizierten Bootsunternehmen werden pro Besucher 8,50 AUD Environmental
Management Charge erhoben. Die Einnahmen fließen an die Great Barrier Reef
Marine Park Authority und werden unter anderem für Forschung, Bildung und
Schutzmaßnahmen eingesetzt.
Besucher
können sogar selbst Daten für die Wissenschaft sammeln. Bei entsprechenden
Schnorchel- und Tauchtouren dokumentieren Teilnehmer ihre Beobachtungen unter
Wasser. Die Informationen können in das „Eye on the Reef“-Programm der
Meeresparkbehörde einfließen. Über die zugehörige App lassen sich zudem eigene
Beobachtungen und Fotos melden.
Korallen
werden gezüchtet und für die Zukunft bewahrt
Vor
Fitzroy Island arbeitet die Reef Restoration Foundation seit 2019 an der
Wiederherstellung geschädigter Riffbereiche. Besonders widerstandsfähige
Korallen werden gezüchtet und anschließend in Bereichen angesiedelt, die etwa
durch Zyklone oder Korallenbleiche beeinträchtigt wurden. Besucher können im
Rahmen des Coral Nursery Projects Einblicke in diese Arbeit erhalten und bei
der Korallenzucht mitwirken.
Einen
anderen Ansatz verfolgt Great Barrier Reef Legacy. Das Forever-Reef-Projekt
will lebende Exemplare möglichst aller 415 Steinkorallenarten des Great Barrier
Reef sammeln und in einer „Living Coral Biobank“ erhalten. Projektleiter Dr.
Dean Miller beschreibt das Ziel so: „Wir wollen die genetische Artenvielfalt
von Steinkorallen bewahren und Korallenfragmente, Gewebeproben und genetisches
Material in einer Art ‚lebenden Tresor‘ lagern, bevor es zu spät ist.“
Erster
PADI AmbassaDiver Summit kommt nach Cairns
Vom
30. November bis 8. Dezember 2026 richtet PADI erstmals einen AmbassaDiver
Summit in Cairns und am Great Barrier Reef aus. Gemeinsam mit Tourism Tropical
North Queensland und Tourism & Events Queensland sollen Taucher,
Meeresschützer, Geschichtenerzähler und weitere Vertreter der internationalen
PADI-Community zusammenkommen.
Im
Mittelpunkt stehen neben den Tauchrevieren der Region der Meeresschutz, die
Kultur der indigenen Bevölkerung und die Naturwelten Queenslands. Damit wird
das Great Barrier Reef für gut eine Woche nicht nur zum Tauchrevier, sondern
auch zum internationalen Treffpunkt für die Frage, wie Tourismus, Naturerlebnis
und Schutz eines der bekanntesten Ökosysteme der Erde miteinander verbunden
werden können.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration mit Material von Tropical North Queensland
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