OECD-Jugendbeirat berät in Berlin über Bildung und Gründungschancen - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
OECD-Jugendbeirat berät in Berlin über Bildung und Gründungschancen
Mit Unterstützung der TUI Care Foundation erarbeiten Youthwise-Mitglieder Vorschläge zu Jugendunternehmertum und zur Weiterentwicklung der PISA-Studie
OECD-Jugendbeirat berät in Berlin über Bildung und Gründungschancen

Junge Menschen sollen stärker daran mitwirken, wie Bildungssysteme und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für ihre Generation gestaltet werden. Bei einem Workshop in Berlin haben Mitglieder des OECD-Jugendbeirats Youthwise mit Fachleuten der Organisation über Gründungschancen und die Zukunft der internationalen Schulleistungsstudie PISA beraten. Die TUI Care Foundation unterstützte das Treffen in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund. Die Beiträge sollen in laufende Diskussionen der OECD einfließen.

Die aktuelle Youthwise-Gruppe für den Zeitraum 2025 bis 2027 umfasst 18 junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren aus OECD-Mitgliedsländern. Zu ihnen gehören Studenten, Forscher, Jugendvertreter und Gründer von Nichtregierungsorganisationen. In Berlin brachten sie eigene Erfahrungen sowie Einschätzungen aus ihren Jugendnetzwerken ein. Im Mittelpunkt standen Hürden beim Aufbau eines Unternehmens und die Frage, wie PISA für junge Menschen relevanter und aussagekräftiger werden kann.

Das Treffen gehört zu einem längerfristigen Beteiligungsprozess. Die OECD gründete Youthwise 2021; seit 2023 fördert die TUI Care Foundation die Initiative. Während ihrer zweijährigen Amtszeit tauschen sich die Mitglieder regelmäßig mit OECD-Fachleuten aus und entwickeln Beiträge zu politischen Debatten. Neben Bildung und Kompetenzen gehören Digitalisierung, nachhaltiger Tourismus und soziale Inklusion zu ihren Themen.

Eigene Ideen, unterschiedliche Hürden

Die erste Sitzung des Berliner Workshops fand mit Fachleuten des OECD-Zentrums für Unternehmertum, kleine und mittlere Unternehmen, Regionen und Städte statt. Dabei ging es um die Bedingungen, unter denen junge Menschen eigene Geschäftsideen entwickeln und Unternehmen aufbauen können. Die Teilnehmer diskutierten sowohl Möglichkeiten als auch Hindernisse, denen sie auf diesem Weg begegnen.

Ihre Beiträge sollen die Arbeit der OECD zu inklusivem Unternehmertum ergänzen. Damit erhält die fachliche Diskussion eine Perspektive aus jener Altersgruppe, deren berufliche und wirtschaftliche Möglichkeiten durch entsprechende Rahmenbedingungen mitgeprägt werden.

Thomas Ellerbeck, Vorsitzender der TUI Care Foundation, begründet die Unterstützung mit der langfristigen Wirkung solcher Entscheidungen: „Politische Entscheidungen zu Bildung, Unternehmertum und Beschäftigung werden die Chancen junger Menschen über Jahrzehnte hinweg prägen. Deshalb ist es zentral, dass ihre Erfahrungen und Ideen bereits heute in die Diskussion einfließen.“

Junge Perspektiven auf PISA

Im zweiten Teil berieten die Youthwise-Mitglieder mit dem OECD-Direktorat für Bildung und Kompetenzen über PISA. Die Konsultation gehört zu den Überlegungen zur Weiterentwicklung der Studie vor ihrem zehnten Zyklus im Jahr 2029. Gefragt war unter anderem, wie die Untersuchung junge Menschen besser ansprechen und ihre Bildungserfahrungen aussagekräftig erfassen kann.

Auf Grundlage der Berliner Gespräche erarbeiteten die Mitglieder Empfehlungen. Diese sollen politischen Entscheidungsträgern und Bildungsfachleuten der OECD vorgelegt werden und in die weiteren Beratungen zur Zukunft von PISA eingehen. Konkrete Einzelvorschläge nennt die Mitteilung nicht.

Für die aktuelle Gruppe war Berlin eine weitere Station nach ihrem Auftakttreffen am OECD-Hauptsitz in Paris. Zum Programm gehören außerdem Podiumsdiskussionen, die gemeinsame Erstellung schriftlicher und multimedialer Beiträge sowie der internationale Austausch mit Jugendorganisationen und jungen Führungskräften.

Die Partnerschaft zwischen OECD und TUI Care Foundation begann mit der Youthwise-Gruppe 2023 bis 2024. Damals standen unter anderem der Übergang von der Schule in den Beruf, Kompetenzentwicklung, Klimaresilienz und Netto-Null-Emissionen auf der Agenda. Die laufende Zusammenarbeit führt diesen Ansatz mit neuen Themen fort und soll die Beteiligung junger Menschen dauerhaft in internationalen politischen Diskussionen verankern.

Bildnachweis: © TUI


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