Deutschland: SPD warnt vor Risiken von KI für Reiseziele - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Deutschland: SPD warnt vor Risiken von KI für Reiseziele
Tourismuspolitischer Sprecher Stefan Zierke fordert transparente Empfehlungssysteme und Unterstützung kleiner Betriebe bei der Digitalisierung
Deutschland: SPD warnt vor Risiken von KI für Reiseziele

Künstliche Intelligenz kann die Reiseplanung vereinfachen, bei Störungen Alternativen aufzeigen und touristische Angebote leichter zugänglich machen. Gleichzeitig sieht die SPD-Bundestagsfraktion Risiken für Destinationen und kleinere Tourismusunternehmen. Anlässlich des Welttourismustages am 27. September fordert ihr tourismuspolitischer Sprecher Stefan Zierke deshalb klare Rahmenbedingungen für den Einsatz der Technologie.

Der diesjährige Welttourismustag steht unter dem Motto „Digital Agenda and Artificial Intelligence to Redesign Tourism“. Für Zierke kommt es darauf an, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, ohne Entscheidungen vollständig Algorithmen zu überlassen.

KI könnte Besucherströme zusätzlich konzentrieren

Ein besonderes Problem sieht Zierke in algorithmisch erzeugten Reiseempfehlungen. Wenn zahlreiche Nutzer von denselben Systemen auf dieselben Ziele aufmerksam gemacht würden, könnten dadurch neue touristische Hotspots entstehen. Dies könne zusätzlichen Druck auf Orte, Natur und Bevölkerung erzeugen.

„Auch deshalb darf Digitalisierung im Tourismus kein Selbstzweck sein. Wir wollen Technik nutzen, ohne ihr die Entscheidungen zu überlassen. Es braucht Transparenz bei Empfehlungssystemen, Datenschutz und klare Regeln für den Einsatz von KI.“

Zierke verbindet damit die Forderung, neben den Chancen künstlicher Intelligenz auch mögliche Auswirkungen auf Besucherlenkung und Destinationen zu berücksichtigen.

Kleine Tourismusbetriebe sollen Anschluss behalten

Eine weitere Herausforderung sieht der SPD-Tourismuspolitiker bei kleineren Unternehmen. Hotels, Pensionen, Campingplätze, Gaststätten und Reiseunternehmen dürften bei der technologischen Entwicklung nicht zurückfallen.

Zierke verweist in diesem Zusammenhang auf die Nationale Tourismusstrategie, die nach seinen Angaben auf Digitalisierung, moderne Infrastruktur, weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen für die Branche setzt.

Regeln für Algorithmen und Plattformen

Neben der Förderung von Innovation fordert Zierke Grenzen für Anwendungen, die nach Einschätzung der SPD Menschen manipulieren, touristische Angebote einseitig lenken oder die Marktmacht weniger großer Plattformen verstärken könnten.

„Für die SPD gehört beides zusammen: Wir wollen Innovation ermöglichen und gleichzeitig Grenzen setzen, wo Algorithmen Menschen manipulieren, Angebote einseitig lenken oder wenige große Plattformen immer mächtiger machen.“

Als regulatorischen Rahmen verweist Zierke auf den europäischen AI Act und dessen Umsetzung in Deutschland. Entscheidend sei, dass die Digitalisierung Reisenden, Beschäftigten und Urlaubsregionen diene – und nicht umgekehrt.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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