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Ayurveda-Routinen sollen durch den Herbst helfen
Fit Reisen erklärt, wie regelmäßige Abläufe, warme Mahlzeiten und sanfte Bewegung den Übergang in die dunkle Jahreszeit begleiten können
Ayurveda-Routinen sollen durch den Herbst helfen

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und für viele Menschen verändert sich mit dem Herbst auch das persönliche Wohlbefinden. Müdigkeit, weniger Antrieb und ein veränderter Schlafrhythmus gehören zu den Begleiterscheinungen, die häufig mit der dunkleren Jahreszeit verbunden werden. Der Gesundheits- und Wellnessreiseveranstalter Fit Reisen nimmt den Saisonwechsel zum Anlass, fünf traditionelle Ayurveda-Routinen für den Alltag vorzustellen.

Die Empfehlungen beruhen auf der ayurvedischen Gesundheitslehre und sind entsprechend als traditionelle Konzepte und nicht als wissenschaftlich belegte medizinische Therapie zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen regelmäßige Tagesabläufe, Wärme, moderate Bewegung und bewusst eingeplante Ruhephasen – Gewohnheiten, die sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren lassen.

Herbst gilt im Ayurveda als Vata-Zeit

Ayurveda ordnet Jahreszeiten unterschiedlichen sogenannten Doshas zu. Nach dieser traditionellen Vorstellung gewinnt im Herbst Vata an Bedeutung, das unter anderem mit Bewegung, Kühle und Trockenheit verbunden wird. Wind, fallende Temperaturen und wechselhaftes Wetter sollen diese Eigenschaften zusätzlich verstärken.

Als Gegenpol empfiehlt die ayurvedische Lehre Wärme, Regelmäßigkeit und Ruhe. Dahinter steht die Vorstellung, den Körper während des Übergangs zwischen den Jahreszeiten möglichst wenig zusätzlichen Schwankungen auszusetzen.

Ein fester Rhythmus strukturiert den Tag

Eine zentrale Rolle spielt die als Dinacharya bezeichnete Tagesroutine. Möglichst konstante Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und Schlaf sollen dem Tagesablauf Struktur geben.

Fit Reisen empfiehlt insbesondere einen ruhigen Start in den Morgen. Statt unmittelbar nach dem Aufwachen Nachrichten und E-Mails auf dem Smartphone zu lesen, können einige bewusste Atemzüge, ein kurzer Moment der Ruhe und warmes Wasser den Übergang in den Tag markieren.

Dabei geht es weniger darum, zahlreiche neue Gewohnheiten einzuführen. Entscheidend ist nach ayurvedischer Auffassung vielmehr die Regelmäßigkeit.

Nasenpflege gehört zur Ayurveda-Tradition

Zu den traditionellen Anwendungen zählt auch Nasya, eine Form der ayurvedischen Nasenpflege. Sie wird im Ayurveda unter anderem mit trockenen Schleimhäuten in Verbindung gebracht, wie sie während der Heizperiode auftreten können.

Klassisches Nasya umfasst unterschiedliche Verfahren und wird teilweise therapeutisch begleitet. Die von Fit Reisen beschriebene Alltagsvariante sieht die Verwendung von erwärmtem Ghee zur Pflege der Nasenhöhlen vor.

Solche Anwendungen sollten allerdings nicht mit einer medizinisch belegten Vorbeugung gegen Atemwegsinfektionen gleichgesetzt werden. Bei Beschwerden oder Vorerkrankungen empfiehlt sich vor entsprechenden Anwendungen eine medizinische Beratung.

Warme Küche für kühlere Tage

Auch die Ernährung wird im Ayurveda an die Jahreszeit angepasst. Das als Agni bezeichnete Verdauungsprinzip gilt nach traditioneller Vorstellung im Herbst als wechselhafter. Warme und gekochte Gerichte nehmen deshalb einen besonderen Stellenwert ein.

Kürbis, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte passen nicht nur zur Saison, sondern lassen sich mit Gewürzen wie Ingwer, Zimt, Kardamom oder Kurkuma kombinieren. Als Frühstück empfiehlt die ayurvedische Küche beispielsweise gekochte Getreideflocken mit gedünstetem Obst und Gewürzen.

Ebenso wichtig ist die Atmosphäre beim Essen. Mahlzeiten sollen möglichst in Ruhe eingenommen werden, statt sie neben der Arbeit oder unter Zeitdruck zu verzehren.

Bewegung ohne Leistungsdruck

Kürzere Tage können dazu führen, dass Bewegung im Alltag abnimmt. Die ayurvedischen Empfehlungen setzen deshalb auf regelmäßige, aber moderate Aktivität.

Ein Spaziergang während der Mittagspause verbindet Bewegung mit einem Aufenthalt im Tageslicht. Auch sanftes Yoga, Stretching oder eine entspannte Fahrradrunde eignen sich für einen aktiven Ausgleich. Ruhige Atemübungen können den Übergang vom Arbeitsalltag in den Abend begleiten.

Im Vordergrund steht dabei nicht sportliche Höchstleistung, sondern Kontinuität. Regelmäßige moderate Bewegung lässt sich leichter in den Alltag integrieren als seltene intensive Trainingseinheiten.

Abendliche Rituale bereiten auf die Nacht vor

Ein möglichst gleichmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus bildet den Abschluss der empfohlenen Herbst-Routinen. Ayurveda legt dabei besonderen Wert auf einen ruhigen Übergang zwischen Tagesaktivität und Nachtruhe.

Ein warmes, leichtes Abendessen, ein Spaziergang und weniger Bildschirmzeit können Bestandteil eines wiederkehrenden Abendrituals sein. Als traditionelle Variante bietet sich warme Milch mit Kurkuma, Zimt und Kardamom an, die häufig als „goldene Milch“ bezeichnet wird.

Der gemeinsame Nenner der fünf Empfehlungen ist weniger eine einzelne Ayurveda-Anwendung als ein strukturierter Umgang mit dem Jahreszeitenwechsel. Regelmäßige Schlafzeiten, warme Mahlzeiten, Bewegung und bewusst eingeplante Ruhe schaffen einen verlässlichen Tagesrhythmus – während draußen mit dem Herbst eine Zeit ständiger Veränderung beginnt.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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